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12.06.2017

Projekt "Stolpersteine'' am Krebsberg-Gymnasium

Von: Darnell Boeckmann, Laura Bandau (Klasse 10.3)

"Was sind Stolpersteine?'' Mit dieser Frage führte uns unsere Geschichtslehrerin behutsam in das neue Themengebiet ein. Der ein oder andere war verblüfft, als er erfuhr, dass er in manchen Gassen schon über historischen Grund und Boden lief. Über Grund und Boden, wo Menschen lebten, die grundlos starben für die damalige herrschende Ideologie der Nationalsozialisten. Menschen, wie Du und Ich.

Das vor rund 25 Jahren gegründete Projekt "Stolpersteine'', so wissen wir jetzt, soll genau auf diese Menschen aufmerksam machen. Es möchte des Opfers Namen in heutige pulsierende Geschäfts- und Einkaufsstraßen zurückbringen, aber auch in den kleinen Ecken des Landes auf die Geschichte der Ermordeten und Verfolgten des NS-Regimes hinweisen.

Einstimmig und voller Überzeugung nahmen wir den Projektvorschlag für die kommenden Wochen von Frau Dr.Wilhelm-Schaffer an; denn auch wir möchten unseren Teil zur Aufarbeitungsgeschichte der vielen Opfer beitragen. So sind schon knapp 60.000 Stolpersteine in ganz Europa verteilt, jedoch gibt es noch zahlreiche ungesichtete Akten und Verzeichnisse, die nur darauf warten, gelesen zu werden.

Unsere erste Aufgabe bestand darin, uns genauer über das Projekt im Internet zu informieren. Mit immer größer werdendem Interesse recherchierten wir auf den verschiedensten Seiten überall im World-Wide-Web und hielten unsere aufkommenden Erkenntnisse und Fragen in persönlichen Notizen fest. Nach und nach entwickelte sich, auch aufgrund von mitgebrachten Unterrichtsmaterialien in Form von Briefen und Dokumenten, eine wertvolle Sammlung aus Interpretationen und Gedankengängen unserer Klasse. So beschlossen wir ein Portfolio, also eine Art Mappe, anzulegen, um keine unserer Notizen zu verlieren. Nun besaß jeder sein persönliches Portfolio, ganz schön stolz waren wir!

In  Gruppen aufgeteilt sammelten wir Informationen zu den uns zugeteilten Namen Neunkircher NS-Opfer. Schwer war das schon, denn nie zuvor teilte jemand sein Wissen zu dieser Person, aber mit Informationen aus dem Stadtarchiv Neunkirchen, dem Landesarchiv Saarbrücken und vom internationalen Suchdienst Arolsen (ITS) ließ sich gut arbeiten.

Nun, rund drei Wochen später, besitzt jeder eine Art Steckbrief und Lebenslauf eines Menschen. Ein Mensch, auf den wir aufmerksam machen wollen. Denn sicher sind wir: Mensch bleibt Mensch!

So wäre die Verlegung eines Stolpersteins basierend auf unseren Bemühungen und Recherchen nur ein kleiner Schritt hinsichtlich der Aufarbeitungsgeschichte vergessener Opfer in Neunkirchen...aber ein Riesen Schritt für jeden einzelnen von uns!



Kategorie: Geschichte, Soziale Kompetenz

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