Spanisch



Constanze Häbel berichtet über ihren Aufenthalt in Peru
im Rahmen eines Schüleraustausches
In den Sommerferien 2008 bot sich mir die Möglichkeit im Rahmen eines Schüleraustausches Peru zu besuchen. Bis zum Zeitpunkt meiner Abreise hatte ich von diesem südamerikanischen Land sehr wenig gehört.

Meine Gastfamilie, die mich überaus herzlich aufnahm, lebt im Zentrum von Arequipa, der zweitgrößten Stadt des Landes auf 2300m. Die Familie bewohnt ein großes Einfamilienhaus und besteht neben den Eltern aus zwei Jungs, die beide
die deutsch- peruanische Schule Max-Uhle besuchen.

Schullogo Bis zu den Winterferien nahm ich dort am Unterricht teil.


Jeden Morgen wurden wir von einem schuleigenen Bus an der Haustür abgeholt und nach 8 Stunden Unterricht dort wieder abgesetzt.

Der Schwerpunkt der Schule liegt neben den üblichen Unterrichtsfächern auf dem Erlernen der deutschen Sprache und dem Kennenlernen der deutschen Kultur. Für deutsche Gastschüler wird zusätzlich Spanischunterricht angeboten.
Schülergruppe
Das Miteinander in der Schule ist sehr offen und freundlich, was sich auch in vielen musischen Veranstaltungen und Aktivitäten zeigt.
Wenn ich einmal etwas nicht in Spanisch verstanden habe, wurde mir stets geholfen.

Nach der Schule haben wir uns mit Freunden zum Sport in einem Club getroffen oder gingen zum Shoppen in die Stadt.

Machupicchu Meine Familie war sehr bemüht mir einen schönen und informativen Aufenthalt zu ermöglichen.

Am Wochenende besuchten wir manchmal einen "Quince" Wenn ein Mädchen nämlich seinen 15. Geburtstag hat, schenken ihm die Eltern eine riesige Party mit Kellnern, Fotografen und vielen Gästen. Das Mädchen trägt dann ein wunderschönes Ballkleid  und es wird gefeiert, wie in einer Disco, oft die ganze Nacht.
In den Winterferien (3 Wochen im Juli) reisten wir ans Meer und später auch in die alte Inkahauptstadt Cusco (3226m) und zum Weltkulturerbe Machupicchu. Beide Städte liegen in den Anden.
Alles in allem war diese Reise wirklich interessant und beeindruckend. Ich habe sehr viele neue Erfahrungen gemacht und auch eine andere Kultur kennen gelernt. Außerdem fällt mir jetzt Spanisch sprechen und verstehen viel leichter. Abschließend kann ich nur noch sagen, dass ich sofort wieder nach Peru fliegen würde. Ich kann es jedem nur empfehlen.
 
Die Deutsche Schule Max Uhle ist eine von der Bundesrepublik Deutschland geförderte Auslandsschule in Arequipa/Peru. Jedes Jahr entsendet sie ca. 60 Jugendliche im Alter von 15 Jahren nach Deutschland, zur Verbesserung ihrer Deutschkenntnisse und zum Erleben unserer Alltagsrealität im Kontakt mit deutschen Jugendlichen.
Diese interkulturelle Begegnung stellt für beide Seiten eine intensive Erfahrung dar und ist ein Beispiel der praktischen Völkerverständigung.

Im Frühjahr 2008 besuchten zwei peruanische Schüler das Gymnasium am Krebsberg und lebten in Gastfamilien in Neunkirchen. Dies bedeutete nicht nur für die Familien eine interessante Erfahrung, ihre Anwesenheit im Unterricht erweiterte auch den interkulturellen Horizont aller Schüler.
Ein Rückbesuch in Peru ist für deutsche Schüler ebenfalls möglich.

Für weitere Informationen stehen die Spanischlehrer gerne zur Verfügung.