Geschichte der Schule
125 Jahre Gymnasium am Krebsberg Festakt, Festreden, Auszüge aus der Festschrift Sportfest 50 Jahre Abi am GaK Abiturjahrgänge ab 1975 Ein Essay über „ MENS AGITAT MOLEM“ von Dr. Walter Burnikel
50 Jahre Neunkircher Gymnasium auf dem Krebsberg
 
Stationen
Statistisches

Die ersten Abiturienten (Abiturjahrgang 1904)

Dr. Adolf Fürst (Amtsgerichtsrat) Philipp Gräber (Studiendirektor) Paul Holthöfer (Oberregierungsrat) Dr. Oskar Jochem (Chemiker) Karl Ludwig (Rechtsanwalt) Dr. F. Weinmann (Syndikus)

Die ersten Abiturientinnen

Die ersten Mädchen, die am Krebsberg nach dem 2. Weltkrieg das Abitur ablegten, waren Gabriele Boger (1975), Karin Hersemeyer und Inge Maurer (1978). Die Drei hatten allerdings eine einsame Vorgängerin. Wie die Schulannalen belegen, bestand bereits im Jahre 1927 eine junge Frau die Reifeprüfung an dieser reinen Jungenschule, nämlich Gerda Gaßmann.
Es begann im Tanzsaal einer Gastwirtschaft
Das Gak feiert in der Zeit vom 13. bis zum 16. September sein 125 jähriges Jubiläum mit einem großen Festprogramm.
Die Schulgemeinschaft wird nicht nur viel Prominenz begrüßen dürfen, sondern auch eine Vielzahl Ehemaliger, die sich einen Eindruck von der Weiterentwicklung „ ihrer“ Schule verschaffen wollen.
Die Abiturienten der ehemaligen OIa des Abiturjahrgangs 1950 hatten vor wenigen Wochen den Anfang gemacht: Ihnen war es 50 Jahre nach dem Bestehen ihrer Hochschulreife zum ersten Mal möglich, das Gymnasium am Krebsberg zu besuchen. Begeistert waren sie vor allem von den vielen Möglichkeiten, die den Schülern heutzutage geboten werden.
Kappel

Wie viele Tausend junge Menschen werden es wohl sein, die in der langen Zeit des Bestehens diese Neunkircher Bildungsinstitution besucht haben?

Die Abiturienten des Jahrgangs 1950 gehörten zu den ersten in der Nachkriegszeit. Ihnen war es freilich noch nicht vergönnt, im Neubau auf dem Krebsberg unterrichtet zu werden. Dieses Gebäude wurde erst in den Jahren 1950 und 1951 bezogen.
Nach dem 2. Weltkrieg hatte der Unterricht zunächst unter heute kaum vorstellbaren Bedingungen in der stark beschädigten Schlossschule und einigen anderen Notunterkünften begonnen.
1948 ging die Schule in Staatsbesitz über, nachdem die Stadt Neunkirchen durch die Notlage aufgrund der Kriegsfolgen ihren Verpflichtungen als Schulträger nicht mehr nachkommen konnte. Ab diesem Zeitpunkt trug sie die Bezeichnung „ Staatliches Realgymnasium Neunkirchen mit Oberrealschule“.
Damit wurde an die Tradition des seit 1901 bestehenden Realgymnasiums angeknüpft, in dem Latein als erste, Französisch als zweite und (als wahlfreies Angebot) Englisch als dritte Fremdsprache unterrichtet worden war.
1901 war ein entscheidendes Jahr in der Schulentwicklung. Mit der Entscheidung des Provinzialschulkollegiums, das bis dahin bestehende Progymnasium zu einem Realgymnasium zu erweitern, war ein 25 jähriges zähes Ringen um den Ausbau der höheren Schule in Neunkirchen zu Ende gegangen.
Bild Begonnen hatte alles vier Jahre nach der Reichsgründung von 1871. Im Boom der Gründerjahre waren die Rufe nach der Einrichtung einer höheren Schule immer lauter geworden.
Am 12. April 1875 war es schließlich so weit: Im Saal der Gastwirtschaft Kramb wurde eine höhere Knabenschule eingerichtet, die nur zwei Jahre später in ein Schulhaus in der Viktoriastraße umzog. Nachdem die Regierung in Trier 1878 einer Angliederung der Unter- und Obertertia zugestimmt hatte, dauerte es bis 1896, dann war der Ausbau der Schule zum Progymnasium durch die Angliederung einer Untersekunda (10. Klasse) vollendet.
Der 11. März 1904 war ein großer Tag für die Schule: Das erste Abitur wurde abgenommen und alle sechs Oberprimaner des Jahrgangs bestanden die Reifeprüfung. Siebzig Jahre später lag die Zahl der Abiturienten etwa um 100 höher. Langsam wurde es auch als „ normal“ angesehen, dass Mädchen die Schule besuchten und hier ihr Abitur ablegten. Nach dem 2. Weltkrieg war die Schule unaufhörlich gewachsen und erreichte im Jahr 1978 eine Gesamtschülerzahl von 1601.
Dies war auch die Zeit großer bildungspolitischer Reformbestrebungen. Der Schulversuch Oberstufe Saar („ SOS“) und schließlich die Neugestaltung der gymnasialen Oberstufe bestimmten die erste Hälfte der 70er Jahre.
In diese Phase fiel auch die Berufung von Paul Bickelmann zum Schulleiter. „De Bickel Paul“ wie die Schüler ihn nannten, bestimmte das schulische Leben über 25 Jahre.
Mit der Pensionierung dieser Neunkircher Institution im Jahre 1997 trat auch ein Epochenwechsel ein: Der neue Schulleiter, Dr. Rainer Stein-Bastuck, setzt neue Akzente, die die Schule und ihre Schülerinnen und Schüler “fit for future“ machen sollen.
Neben die bewährten Traditionen der Schule (1999 feierte das Schulorchester sein 40-jähriges Bestehen und die Schulpartnerschaft mit Pont-à-Mousson konnte auf einen 20-jährigen regen Austausch zurückblicken) sind neue Orientierungen getreten.
Die Herausforderungen des Zeitalters der Informationstechnologien und der Globalisierung hat die Schule angenommen. Neben Initiativen zu einem erweiterten und veränderten Sprachenangebot öffnete sich die Schule gegenüber den Unternehmen der Region und baute zielstrebig ihre Computerausrüstung aus.
Schlossschule Die Einführung eines Betriebspraktikums für die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 10, die Durchführung der ersten Neunkircher MultiMedia Messe, die Kooperation mit der Wirtschaft im Rahmen von zwei Modellprojekten, das Angebot eines Zusatzgrundkurses Wirtschaftslehre und schließlich die Einweihung des Schulnetzwerkes mit zwei Computerräumen und einem Internetcafé sind die Wegmarken der letzten drei Jahre.

So ist die Schule heute eine der modernsten Bildungseinrichtungen des Landes und damit gut gerüstet, seine zurzeit 910 Schülerinnen und Schüler auf die Herausforderungen vorzubereiten, die beruflich und privat auf sie zu kommen werden.

Vielleicht werden diese dann bei der 150 Jahr Feier ähnliches sagen wie einer der „ Veteranen“ des Abitur Jahrgangs 1950:
“Ich bin stolz darauf, einmal dazugehört zu haben!“

Nassenstein Schnur Arnold
Winn Kopper Bickelmann

Die bisherigen Schulleiter:

Dr. H. Kappel
Geheimrat E. Wernicke
Dr. W. Schmidt
H. Nassenstein
Dr. K. Schnur
A. Arnold
K. Winn
A. Kopper
P. Bickelmann
Dr. R. Stein-Bastuck