Bericht
Applaus motiviert zum Weitermachen
Gymnasium am Krebsberg engagiert sich mit zahlreichen musisch-kulturellen Projekten

Dank Peter Littner, Thomas Doll und Monika Maier-Speicher bestechen die Produktionen der Kultur- AGs am Neunkircher Krebsberg- Gymnasium durch Qualität und Professionalität.
VON SZ-MITARBEITERIN JENNIFER KLEIN

Neunkirchen, 07.07.2005
Croissants und Laugenhörnchen, Sprudel und Kaffee - bei so viel Kultur am frühen Morgen haben sich Peter Littner, Thomas Doll und Monika Maier-Speicher eine Stärkung verdient. Die drei sind sozusagen das Triumvirat der Kultur am Gymnasium am Krebsberg.
Und in dieser Funktion haben sie schon einiges auf den Weg gebracht - außerhalb der regulären Unterrichtszeiten, wohlgemerkt. Denn die zur Verfügung stehenden Stunden sind viel zu wenig, um Projekte wie Musicals oder Theateraufführungen zu stemmen.

Und so betreuen Doll und Littner den musikalischen Part, wie die Musiktheater-AG, das Orchester und die beiden Chöre - den Männerchor La Mannschar, die Frauenschar dazu allerdings nennt sich schlicht Damenchor. Dazu kommen noch die wechselnden Ensembles, die aus dem Erweiterten Musikunterricht (Schüler der Klassen fünf bis zehn können zwei Stunden Musik pro Woche zusätzlich wählen) hervorgehen.

Monika-Maier-Speicher kümmert sich um die AG Bildende Kunst, die seit geraumer Zeit an dem Mammut- Projekt “Auladekoration” arbeitet. Mit Gips-Abgüssen wurden Masken hergestellt und vergoldet, die bereits den Saal zieren, Gips-Halbfiguren, die in Gestik und Mimik verschiedene Temperamente ausdrücken, sollen noch folgen.
Ein bisschen oder manchmal auch ganz gewaltig hadern die Lehrer allerdings schon mit dem Ministerium, das zum Beispiel den Schülern der Klasse acht die Musikstunden gestrichen hat, denen der Klasse neun die Bildende Kunst - Sparzwänge, die dazu führen, dass vieles zwangsläufig in die AGs verlagert wird.
„Das ist auch unser Privatvergnügen, wenn wir da nach Bezahlung schielen würden, wäre vieles gar nicht möglich“, erklärt Peter Littner. Wie gut, dass die künstlerische Betätigung ihren Lohn nicht nur im schnöden Mammon findet: „Wer einmal den Applaus am Ende einer Aufführung erlebt hat, weiß, dass das zum Weitermachen motiviert.
Das trägt auch über manches Tief in der oft monatelangen Vorbereitungszeit hinweg“, weiß Monika Maier-Speicher.
Bei manchen Produktionen, wie zum Beispiel dem Musical “Die Schöne und das Biest”, arbeiten alle AGs Hand in Hand, stellt die Musiktheater- AG die Schauspieler und Sänger, Chor und Orchester besorgen die musikalische Unterstützung, und die Bildende Kunst-AG kümmert sich um das Bühnenbild.

My fair Lady

„Das Gemeinschaftsgefühl, das dabei entsteht, ist schon fantastisch“, so Monika Maier-Speicher.

Dank Peter Littner und Thomas Doll, die inzwischen nach „vier Musicals in fünf Jahren“ am GaK einige Erfahrung haben, bestechen die Produktionen durch Qualität und Professionalität.

Bis zum nächsten Großprojekt sei aber zunächst ein halbes Jahr Pause angesagt, erklärt Peter Littner, um sich erst mal wieder dem normalen Schul- und AG-Betrieb zu widmen; derweil lächelt Kollege Doll schon wissend: So lange wird es wohl nichtdauern, bis das Schaffensfieber wieder um sich greift: „Die Schüler fragen schon beinahe täglich: Was kommt als nächstes?“, lacht er.

AUF EINEN BLICK:

Musisch-kulturelle AGs am Gymnasium am Krebsberg:

Musiktheater-AG, Orchester, Damenchor, Herrenchor La Mannschar,
Ensembles des Erweiterten Musikunterrichtes (von Tanzgruppe bis zur Rockband), AG Bildende Kunst.
Aufführungen in den vergangenen Jahren: Jesus Christ Superstar (2001), Dreigroschenoper (2002),
Die Schöne und das Biest (2003),
My Fair Lady (2005).

Außerdem verantworten Peter Littner und Thomas Doll auch die Reihe “Zu Gast am GaK”, in der regelmäßig renommierte Künstler auftreten.